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| Hamas-Aktivisten mit Kufiya beim Hitlergruß (Medforth) |
Charlotte Knobloch, die Vorsitzende des Zentralrats der Juden, hat ihn höflich darauf hingewiesen, was man normalweise mit dem Tragen dieses Tuches zum Ausdruck bringen möchte: den Wunsch nach Vernichtung des Staates Israel.
Wer eine Kufiya trägt, sagt damit: man sollte alle Juden ins Meer treiben, denn das gesamte Gebiet des ehemaligen britischen Mandatsgebiets Palästina zwischen Jordan und Mittelmeer ist "heilige islamische Erde" und gehört allein dem arabischen Volk. Nicht alle Kids, die diesen Lappen als modisches Accessoire verwenden, wissen das. Von einem deutschen Politiker sollte man es jedoch erwarten.
Solidarität von links bis rechts
In den siebziger Jahren trugen vor allem linke RAF-Sympathisanten Pali-Feudel, um damit ihre "Solidarität" mit den Terroristen der PLO und PFLP auszudrücken. Diese gipfelte in der Selektion von jüdischen und nicht-jüdischen Passagieren durch deutsche Terroristen bei der Entführung einer Air-France-Maschine nach Entebbe im Jahr 1976 (die zum Glück durch ein israelisches Kommando beendet wurde).
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| Gerwald Claus-Brunner (Wikicommons) |
Claus-Brunner scheint davon völlig unbeleckt zu sein. Statt sich bei Charlotte Knobloch zu bedanken und seinen peinlichen Kopfschmuck zu entsorgen, stellt er auf stur: er werde das Tuch so lange tragen, "bis im Nahen Osten Frieden herrsche". Na, da kann er lange warten!
Was denken arabische Palästinenser über jüdische?
Eine Umfrage des amerikanischen Demoskopen Stanley Greenberg unter 1010 arabischen Erwachsenen in Judäa, Samaria und Gaza kam zu folgendem Ergebnis:
73% stimmen der Forderung nach Vernichtung der Juden zu, wie sie in den Hadithen festgeschrieben ist und so in der Hamas-Charta (Artikel 7) zitiert wird: "Der Prophet, Gott segne ihn und schenke ihm Heil, sagt: Die Stunde des Gerichts wird nicht kommen, bis die Moslems gegen die Juden kämpfen und sie töten, so dass die Juden sich hinter den Bäumen und hinter den Steinen verstecken, und jeder Baum und Stein wird sagen; 'Oh, Moslem, oh Knecht Allahs, da ist ein Jude hinter mir, komm und töte ihn,'.” (Sahih Muslim, Buch 41, Nummer 6985).
72% der Befragten leugnen die langjährige jüdische Geschichte Jerusalems, 62% unterstützen die Entführung und Geiselnahme von israelischen Soldaten, 53% begrüßen das Lernen von Liedern zum Judenhass in den Schulen.
Und 66% sehen in einer "Zwei-Staaten-Lösung" nur einen ersten Schritt auf dem Weg zu einem arabisch-islamischen Staat in der gesamten Region. Selbst die scheinbaren Befürworter dieser hübsch klingenden Idee, die von vielen Politikern in den USA und Europa propagiert wird, sind also langfristig für die Vernichtung des jüdischen Staates.
Wer glaubt, man könne mit solchen Menschen in friedlicher Nachbarschaft leben, ist einfach naiv. Nach all den negativen Erfahrungen im "Friedensprozess" kann man es den Israelis nicht verdenken, dass sie nicht mehr ständig in Vorleistung gehen und damit ihre Existenz aufs Spiel setzen wollen.
Jedesmal, wenn Israel Forderungen der Araber akzeptiert hat, wurde es dafür ob seiner vermeintlichen "Schwäche" bestraft. Ein gutes Beispiel dafür ist die freiwillige Räumung des Gaza-Streifens, die zum Terroregime der Hamas geführt hat und israelische Städte dem Beschuss durch Raketen aussetzt.
Auch die Freilassung von Gilat Schalit gegen den Tausch von über 1000 Gefangenen wurde sogleich von der Hamas zum Anlass genommen, zur weiteren Entführung von israelischen Soldaten aufzurufen - man kennt ja jetzt den Umtauschkurs.
Runter mit dem Pali-Feudel!
Claus-Brunner hat damit offensichtlich kein Problem. Er habe das Palästinensertuch von einer israelischen Familie geschenkt bekommen, als er "in der Nähe von Haifa auf Montage war". Die taz macht daraus einen "Aufenthalt in Palästina" - was sicher bis 1948 geografisch korrekt war, aber seitdem heißt das Land, in dem Haifa liegt, Israel - schon davon gehört, liebe taz?
Jeder kann sich mal einen modischen Fauxpas leisten, den Holocaust leugnen oder bei der NPD mitmachen, das kann selbst Piraten passieren. Wenn man seine Jugendsünden einsieht und bereut, ist ja alles OK, nicht wahr?
Also, Gerwald: runter mit dem Pali-Feudel! Gegen die harte Witterung im Berliner Abgeordnetenhaus schützt auch ein geschmackvolles Kova Tembel oder "Kibbuz-Hütchen". Und es passt mindestens genau so gut zur Latzhose.
* Feudel: hamburgisch für Wischtuch, Putzlappen


