Das Massaker des verrückten "Tempelritters" Anders Breivik sollte eigentlich zum Nachdenken und zu Mitgefühl mit den Opfern führen. Stattdessen überschlagen sich Politiker, Journalisten und sonstige "Experten" mit Ratschlägen, die an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten sind.
So fordern CDU-Politiker, man müsse jetzt dringend die Vorratsdatenspeicherung einführen, weil der Killer von Utøya seine Taten schließlich "im Internet geplant" habe. Soso. Anders Breivik hat sein wirres Manifest und sein plakatives Facebook-Profil erst kurz vor seiner Tat ins Netz gestellt. Von "Planung im Internet" keine Spur. Die Vorratsdatenspeicherung hat Norwegen übrigens schon eingeführt. Hat aber auch nichts genützt.
Andere behaupten, Breiviks Vorliebe für "Killerspiele" habe ihn zu seiner Tat motiviert, weswegen man solches Teufelswerk schleunigst verbieten sollte. Er war übrigens auch Vegetarier und Biobauer. Vegetarismus (war nicht Hitler auch Vegetarier?) und die Bio-Landwirtschaft (hat die uns nicht den EHEC-Killervirus eingebrockt?) müsste man folgerichtig ebenso verbieten.
Und natürlich kommen die obligatorischen Forderungen nach "strengeren Waffengesetzen". Dabei hat Norwegen neben Schweden bereits die strengsten Waffengesetze der Welt. Anders Breivik war jedoch bis zu seiner Untat ein unbescholtener Bürger mit bestem polizeilichen Führungszeugnis, und als solcher berechtigt, über die Mitgliedschaft in einem Schützenverein ganz legal Waffen zu erwerben und benutzen.
Am hanebüchensten aber sind die Kommentatoren, die Breiviks wirres Gedankengut nicht von gerechtfertigter Kritik unterscheiden können. Sie unterstellen allen Ernstes Islamkritikern wie Geert Wilders, Henryk Broder und Thilo Sarrazin eine Mitschuld an dem Massaker, weil diese ja "die Hemmschwelle für Gewalt" gesenkt hätten und den "geistigen Nährboden" für sein Verbrechen bereitet hätten.
Das Gegenteil ist richtig. Man muss keineswegs "christlicher Fundamentalist" sein, um die Islamisierung ganzer Stadtteile, in der unverschleierte Frauen als Schlampen beschimpft und Schwule und Juden mit Gewalt bedroht werden, abzulehnen. Man muss kein "Rechtspopulist" sein, um den Missbrauch der Sozialsysteme als Gefahr für unseren Sozialstaat anzusehen.
Wenn Politiker und Medien solche Fehlentwicklungen totschweigen und schönrednen, wenn diejenigen, die auf sie hinweisen, als "Rassisten" und "Rechtspopulisten" beleidigt werden, überlässt man Verrückten wie Anders Breivik das Feld.
Wenn man überhaupt jemanden "mitschuldig" für die Eskalation der Gewalt machen kann, sind es die feigen, naiven Politiker, die noch nie einen Blick in den Koran und die Hadithen geworfen haben, aber behaupten, eine gewaltverherrlichende Ideologie wie der Islam gehöre zu Deutschland. Sie und die islamkritikphoben Feuilletonisten, die die Zustände in Berlin-Neukölln nur vom Hörensagen kennen, ihre Kinder auf garantiert migrantenfreie Privatschulen schicken, aber über Islamkritikerinnen wie Ayaan Hirsi Ali, Necla Kelek, Güner Balci und Seyran Ateş lästern, sind die wirklichen geistigen Brandstifter.
Gerade weil wir nicht zulassen können, dass fundamentalistische, fanatische Kräfte jeglicher Couleur Aufwind bekommen, dürfen wir liberalen, humanistisch eingestellten Bürger nicht länger wegschauen und die Probleme, die sich durch Islamisierung und Integrationsverweigerung ergeben, nicht länger kleinreden. Wir müssen sie endlich lösen. Sonst drohen tatsächlich bürgerkriegsartige Verhältnisse, in der terroristische Gewalt zum Normalfall wird.

