Freitag, 17. Juni 2011

17. Juni - Tag der Freiheit

Der heutige 17. Juni ist von einigen liberalen Organisationen zum Tag der Freiheit ausgerufen worden. Damit ist natürlich nicht die gleichnamige Partei gemeint, sondern das kostbarste Gut, das wir haben. Sie schreiben:

"Während für verschiedenste Anlässe und Gruppierungen Gedenktage eingeführt worden sind, findet sich bisher im Kalender kein Tag der Freiheit. Dabei ist die Freiheit, wie man erst jüngst in Nordafrika und im Nahen Osten erkennen konnte, ein Thema, das wie kaum ein anderes Menschen bewegt und sie dazu bringt, sogar ihr Leben zu riskieren.

Der 17. Juni kennzeichnet in Deutschland durch die Aufstände in der DDR im Jahr 1953 in besonderer Weise das mutige Streben nach Freiheit. Darüber hinaus ist er auch in anderen Ländern wie Frankreich, den baltischen Staaten oder den USA mit Ereignissen verbunden, die das Streben nach Freiheit symbolisieren. In allen Ländern der Welt ist die Freiheit auch heute ständiger Bedrohung ausgesetzt und muss jeden Tag neu verteidigt werden."

Es ist wirklich eine gute Idee, ausgerechnet den 17. Juni zum Tag der Freiheit auszurufen, denn an diesem Tag rebellierten mutige Menschen in der DDR gegen die sozialistische Diktatur. Viele verloren ihr Leben oder wurden eingesperrt, als die deutsche Freiheitsbewegung von sowjetischen Panzern überrollt wurde. Jahrelang wurde der 17. Juni daher als "Tag der deutschen Einheit" gefeiert - obwohl gerade an diesem Tag die Hoffnung auf Einheit in Freiheit für lange Zeit zerstört wurde.

32 Jahre später schien es besser zu gehen: mit den Montagsdemonstrationen in Leipzig begann die erste deutsche Revolution, die scheinbar erfolgreich verlief. Doch die Menschen in der DDR hätten sich sicher mehr von ihrer Revolution versprochen, als ihre Freiheitsrechte erneut an einen immer mächtiger werdenden Staatsapparat abzugeben.

Unsere DDR 2.0 kommt irgendwie hipper, bunter und besser gestylt daher. Die Überwachung durch den Staat geschieht dank neuester Technologien deutlich subtiler und die Entscheidungen werden nicht mehr in Moskau, sondern in Brüssel getroffen. Aber weit sind wir nicht mehr von der "EUdSSR" entfernt.

An einem Tag wie heute sollte sich jeder überlegen, was er oder sie tun kann, um unser vom Grundgesetz garantiertes Recht auf Widerstand gegen diejenigen wahrzunehmen, die unsere immer noch halbwegs freiheitliche Gesellschaft schleichend in einen Big Brother State verwandeln.