Freitag, 29. April 2011

Burkaverbot: Wachen die Linken auf?

Axel Schäfer, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, hat ein Verbot der islamischen Vollverschleierung gefordert. "Mit einer freiheitlichen Demokratie wie unserer ist ein Vollschleier nicht vereinbar", sagte Schäfer. Ganzkörperschleier aus dem öffentlichen Leben zu verbannen, sei keineswegs ein Zeichen für Intoleranz, meint Axel Schäfer: "Die Bundesrepublik ist stolz auf die religiöse Vielfalt unseres Landes, aber eine Burka gehört im 21. Jahrhundert nicht dazu".


Dies ist umso bemerkenswerter, als Schäfer dem linken Flügel der SPD zugerechnet wird. Die Linken haben sich bisher beim Umgang mit der Gefahr des Islams ja bis auf wenige Ausnahmen durch Naivität ausgezeichnet. Mich hat immer gewundert, dass sich ausgerechnet Linke verteidigend vor eine Ideologie stellen, die im krassen Widersprich zu ihren eigenen Idealen steht.

Der Islam ist in seiner Essenz antidemokratisch, antisemitisch, frauen- und schwulenfeindlich. Er hat nicht die Befreiung des Menschen, sondern seine "Unterwerfung" (=Islam) unter den Willen eines "höheren Wesens" zum Ziel. Eigentlich sollten gerade Linke daher zu den lautesten Kritikern des real existierenden Islamismus gehören.

Das heisst natürlich nicht, dass alle Menschen, die aus dem islamischen Kulturkreis stammen, deswegen abzulehnen sind. Viele sind ja reine Kulturmuslime, die ihre Traditionen pflegen, aber die schlimmsten Gebote des Koran ignorieren - so wie viele Katholiken fröhlich Verhütungsmittel nutzen und über das Märchen der Jungfrauengeburt schmunzeln.

Es gibt durchaus auch muslimische Initiativen, die den Islam reformieren wollen. Sie sehen den Koran nicht mehr als unveränderliches Wort Gottes, sondern als interpretierbares, von Menschen verfasstes Werk an. Solche Reformer brauchen unsere Unterstützung, denn vom Mainstream des Islam werden sie als Ketzer verfolgt.

Die islamische Ganzkörperverschleierung ist kein Ausdruck religiöser Freiheit, sondern ein Symbol der Frauendiskriminierung. Frauen werden damit zu Sexualobjekten degradiert, Männer zu rein triebgesteuerten Wesen, die sich nicht zügeln können, wenn sie den Reizen einer Frau ausgesetzt sind. So ein Menschenbild passt nicht in unsere aufgeklärte Gesellschaft, in der Mann und Frau gleichberechtigt und vernunftbegabt sind.

Die Behauptung, Frauen würden freiwillig Burka oder Schleier tragen, ist so glaubwürdig wie die Aussage einer Zwangsprostituierten bei der Polizei, sie würde ihren Job freiwillig machen und der muskulöse Herr mit Vokuhila sei keineswegs ihr Zuhälter, sondern ihr Verlobter, dem sie gern einen Großteil ihres Arbeitslohns gebe. Wer's glaubt, kommt ins Paradies!

Kann man als Liberaler, dem staatlicher Zwang eigentlich zuwider ist, denn so ein Verbot gutheißen? Ja, man kann. Auch eine freie Gesellschaft braucht klare Spielregeln, besonders, wenn es um den Schutz der Freiheit des Individuums geht. Verbote sind zwar Mittel, die man nur in wirklich schwerwiegenden Fällen anwenden sollte, aber es besteht wohl kein Zweifel daran, dass zum Beispiel Mord und Totschlag verboten sein sollten.

Eine Lehre, die zum Mord an "Ungläubigen" aufruft - und der Koran tut dies an sehr vielen Stellen - sollte nicht als Religion behandelt werden, sondern als das, was sie ist: eine gesellschaftlich schädliche, verbrecherische Ideologie. Diejenigen islamischen Vereine und Verbände, die den Koran inklusive seiner zahlreichen zum Mord auffordernden Passagen als wörtlich zu befolgendes Gebot Gottes ansehen, sollten daher folgerichtig verboten werden.

Reformgemeinden, in denen Frauen gleichberechtigt mit den Männern unverschleiert beten, die den Koran als historisch interpretierbares Menschenwerk ansehen und seine gewaltverherrlichenden Passagen als ungültig, können von mir aus gern riesige Moscheen mit wolkenkratzerhohen Minaretten bauen (ich bezweifle allerdings, dass sie sich das leisten können, denn die Petrodollars stecken woanders).

Doch über die Ächtung des fundamentalistischen Islams sollte ein breiter gesellschaftlicher Konsens herrschen. Hier können sich Linke und Bürgerlich-Liberale ausnahmsweise einmal völlig einig sein. Mehr und mehr Linke begreifen erfreulicherweise, dass die Ablehnung des fundamentalistischen Islams nicht das Geringste mit "Rassismus" zu tun hat. Der Islam ist keine Rasse, sondern eine totalitäre Gesellschaftslehre. Die schlimmsten Islamisten sind die mit blonden Haaren und blauen Augen, während die schärfsten deutschen Islamkritiker türkische, arabische, persische oder jüdische Namen tragen.

In diese von links bis in die bürgerliche Mitte reichende anti-islamistische Allianz kann man gern auch konservative Christen mit aufnehmen - wenn sie ihr Christentum als Privatsache sehen und daraus kein Politikum machen. Wer hingegen nicht dazu gehört, sind rechtsextreme Vollpfosten vom Schlage der NPD, DVU oder PRO Deutschland. Die mögen noch so laut krakeelen, es wird ihnen nicht gelingen, auf den Zug der bürgerlichen Islamkritik aufzuspringen.

Die SPD - die ja mit Thilo Sarrazin und Helmut Schmidt zwei der populärsten Islamkritiker in ihren Reihen hat - scheint sich hingegen in eine erfreuliche Richtung zu entwickeln. Brüder, zur Sonne, zur Freiheit!