Man muss kein Hellseher sein, um das Ergebnis der Bundestagswahl vorauszusagen: Angela Merkel wird wieder Bundeskanzlerin. Dass die SPD überhaupt einen „Kanzlerkandidaten“ aufgestellt hat, ist so albern wie die Kanzlerkandidatur von Guido Westerwelle 2002. Die einzige Chance der SPD, in der Regierung zu bleiben, wäre eine Neuauflage der Großen Koalition. Die hat dem Land nur Stillstand, faule Kompromisse und die Abwrackprämie gebracht. Da dies kein vernünftiger Wähler ernsthaft wollen kann, ist aus wahltaktischer Sicht eine Stimme für die Sozialdemokraten eine verschenkte Stimme. Ein paar Jahre in der Opposition könnten der alten Tante SPD hingegen gut bekommen.